KI liefert schnell. Oft sogar verblüffend schnell. Ein Prompt, wenige Sekunden Wartezeit, und schon liegt ein Text, ein Bild, eine Idee oder ein Stück Code vor, das auf den ersten Blick fertig wirkt.
Genau hier beginnt das Risiko.
Im Podcast „Wer braucht den Menschen noch?“ habe ich mit Daniel Fürg, Moderator und Host bei 48forward, sowie mit Gen Sadakane und Oliver Oest von Tinkerbelle u.a. über diese Frage gesprochen. Danke an Daniel Fürg für die kluge Moderation und an 48forward für die Plattform und die Veröffentlichung dieses Gesprächs im Rahmen des re Side-Events in Berlin. Den Podcast kannst Du hier hören:
Eine meiner zentralen Aussagen im Gespräch war:
„Den ersten Entwurf der KI zu nehmen, ist einfach nur Faulheit. Und gefährlich.“
Warum so deutlich? Weil KI häufig die ersten 80 Prozent einer Aufgabe erstaunlich gut erledigt. Aber diese 80 Prozent sind nur der Anfang. Die letzten 20 Prozent entscheiden darüber, ob aus etwas Brauchbarem etwas wirklich Gutes wird.
Gerade im Marketing ist das entscheidend. Ein KI-Text kann plausibel klingen und dennoch ungenau sein. Eine Strategie kann sauber formuliert sein und trotzdem am Markt vorbeigehen. Eine Headline kann professionell wirken und trotzdem nicht zur Marke passen.
Deshalb verändert KI die Arbeit im Marketing nicht nur technisch, sondern fachlich. Marketingexpert schreiben künftig vielleicht weniger selbst. Aber sie müssen stärker prüfen, kuratieren, auswählen und verbessern.

Oliver Oest von Tinkerbelle beschreibt im Podcast genau diese Fähigkeit: Man muss lernen, wann man die KI loslässt und wieder selbst übernimmt. Gen Sadakane weist zugleich darauf hin, dass Kundinnen und Kunden viele Entwürfe heute selbst erzeugen können. Damit verschiebt sich der Wert professioneller Arbeit: Weg von Masse, hin zu Qualität, Urteil und echter Differenzierung.
Auch Kreativität wird dadurch nicht überflüssig. Sie verändert sich. KI kann Ideen kombinieren, Varianten erzeugen und überraschende Vorschläge machen. Entscheidend bleibt aber, wer erkennt, welche Idee für eine Marke, eine Zielgruppe und einen konkreten Moment wirklich passt.
Ein weiterer wichtiger Gedanke aus dem Gespräch: Je mehr digitale Inhalte automatisch entstehen, desto wertvoller werden echte Erfahrungen. Begegnungen, Veranstaltungen, Gespräche, gemeinsame Erlebnisse – all das lässt sich nicht beliebig kopieren. Menschen suchen nicht nur Content. Sie suchen Orientierung, Austausch und Relevanz.
Für Marketingteams bedeutet das: Der Wettbewerbsvorteil entsteht künftig nicht dadurch, dass man Zugang zu KI hat. Zugang haben inzwischen fast alle. Entscheidend ist, wer die besseren Fragen stellt, die Ergebnisse fundiert bewertet und KI sinnvoll in bestehende Prozesse integriert.
Genau diese Fähigkeiten trainieren wir bei KIRevolution.
Wer lernen möchte, KI-Ergebnisse kritisch zu prüfen und die Qualität von Prompts systematisch zu verbessern, findet in unseren KI-Power-Webinaren und Online-Kursen zahlreiche Praxisbeispiele zur Qualitätskontrolle von KI-Ergebnissen: https://kirevolution.com/leistungen
Wer verstehen möchte, wie sich Rollen, Aufgaben und Anforderungen durch KI-Agenten und den EU AI Act verändern, dem empfehle ich unseren kostenlosen Wissens-Impuls „KI-Agenten, EU-AI-Act und neue Rollen im Marketing“. https://kirevolution.com/ki-tutorials-und-tipps
Und wer besser Prompten will, für bessere Ergebnisse: Hier ist der Link zum kostenlosen KIRevolution Prompt Coach für Marketing: https://kirevolution.com/kostenloser-prompt-coach-so-sparst-du-zeit-bei-ki-aufgaben-im-marketing
Denn genau darum geht es auch in unserem Podcastgespräch: Nicht die Technologie entscheidet über den Erfolg. Entscheidend sind die Menschen, die gelernt haben, sie kompetent einzusetzen.
Berlin, 12.6.2026, Prof. Dr. Claudia Bünte